Kulturspeicher Würzburg
Bauherr, Architekt, beratender Ingenieur und Denkmalbehörde waren gemeinsam gefordert, ein passendes Konzept für die technische Versorgung zu entwickeln: Gefragt war kein Hightech-Museum herkömmlicher Prägung, sondern ein energieoptimiertes Gebäude im Einklang mit der historischen und neuen Bausubstanz. Als Grundvoraussetzung verzichteten alle Beteiligten auf ein Tageslichtmuseum. Die abzuführende Kühllast konnte deshalb wesentlich reduziert werden.

Das Gebäude wird mit einem Wandtemperierungssystem - die Heizleitungen befinden sich in oder auf der Wand - beheizt: Auf der Wandoberfläche bildet sich nach kontinuierlichem Betrieb ein Mikroklima aus. Die dabei entstehenden 'warmen Wandoberflächen' lassen bei vergleichsweise niedrigen Raumtemperaturen bereits Behaglichkeit empfinden.

Die Raumtemperatur kann abgesenkt werden und reduziert so maßgeblich die erforderliche Befeuchtungsleistung und damit auch die raumlufttechnische Installation.